Beim Aufbereiten von Autolack spielen Politur, Poliermaschine, Polierpad und Mensch zusammen. Hier bekommst du Experten-Tipps für das Polieren mit der Maschine. Je nachdem, ob der Lack leicht, mittel oder stark verkratzt ist, kommen unterschiedliche Polierverfahren zum Einsatz. Drei davon stellen wir dir genauer vor.

Fürs Polieren mit der Maschine gilt: Nimm immer die gleiche Politur auf einem Pad. Schreib die Politur am besten auf das Velours der Polierscheibe, damit du später weißt, welche du benutzt hast. Wasche die Pads auch immer einzeln, niemals Pads mit verschiedenen Polituren zusammen. Ansonsten vermischen sich die Schleifkörner und kontaminieren die verschiedenen Pads.
Poliermaschinen - diese Unterschiede gibt es
Rotationspolierer - Hohe Schleifleistung und Arbeitsgeschwindigkeit
Rotationspolierer drehen den Stützteller im Kreis um die Antriebswelle. Ein außen liegender Punkt dreht schneller als ein zentrumsnaher. Je größer das Pad, die Drehzahl und der Druck, desto höher die Schleifleistung einer Politur. Für die Führung der Maschine ist ein hoher körperlicher Aufwand nötig und der Einsatz empfiehlt sich nur für erfahrene Anwender.
Beispiel: Flex Polishflex PE14-2 150
Freilaufender Exzenterpolierer - Maximale Hologrammfreiheit mit wenig Kraftaufwand
Zwei Drehungen (Antriebsdrehung und Drehung im Exzenterarm) überlagern sich und ergeben eine Schwingung. Die Exzenterbewegung ist an jeder Stelle des Pads gleich groß, so dass die Padgröße in aller Regel keinen Einfluss auf die Schleifleistung hat. Die hängt vielmehr von der Drehzahl und vom Hub ab. Für Polierarbeiten ist ein Mindesthub von 8-12 mm erforderlich. Wichtig ist, wenig Druck auszuüben, damit die übergeordnete Kreisbewegung nicht zum Stillstand kommt und der Teller ausschließlich im Exzenterhub dreht.
Beispiel: Flex XFE 7-15 150
Zwangsgeführter Exzenterpolierer - Die Mischform
Sie sind angesiedelt zwischen freilaufendem Exzenter und Rotationspoliermaschinen, d.h. sie schwingen wie Exzentermaschinen, das Pad wird aber trotzdem auf eine umlaufende Kreisbahn gezwungen. Daher entwickeln diese Maschinen mehr Schleifleistung als reine Exzentermaschinen. Ein Getriebe sorgt für die Zwangsbewegung, d.h. die Drehzahl der Maschine multipliziert mit dem Getriebefaktor ergibt die Drehzahl der Exzenterbewegung.
Beispiel: Flex XC 3401 VRG
Grundregeln, wenn du mit der Maschine polierst
Gib die Politur am besten auf das Polierpad
Jedes Mittel bekommt sein eigenes Pad
Arbeite immer im Kreuzgang – also rechteckig, zuerst horizontal dann vertikal
Verwende die Politur sparsam
Gehe vorsichtig vor: Bei zu viel Druck und zu hoher Drehzahl wird der Lack zu heiß
Arbeite Bereich für Bereich – jeder in etwa so groß wie ein A3-Blatt





