Bewerbungstipps

Bewerben heißt für sich Werbung machen. Das heißt, Sie müssen auf sich aufmerksam machen und uns davon überzeugen, dass wir Ihnen und keiner/keinem anderen die begehrte Position anbieten sollen. Sie müssen sich dabei immer vor Augen führen, dass auch unsere Kapazitäten begrenzt sind und auf eine ausgeschriebene Stelle manchmal mehr als hundert Bewerbungen kommen können.
Ihre Bewerbung soll uns in die Lage versetzen, uns ein umfassendes Bild von Ihnen zu machen. Daher sollte sie in jedem Fall folgende Unterlagen beinhalten:

Außerdem sollte eine ansprechende Bewerbung gewisse formelle Voraussetzungen erfüllen.

Anschreiben

Im Anschreiben darf neben Ihrer vollständigen Anschrift im Betreff der Hinweis auf die ausgeschriebene Position, um die Sie sich bewerben, nicht fehlen. Im Text selbst sollten Sie in ein paar Sätzen begründen, warum gerade diese Position für Sie interessant ist und warum aus Ihrer Sicht gerade Sie der richtige Kandidat bzw. die richtige Kandidatin für uns sind. Generell gilt jedoch, dass kein "Roman" daraus werden soll. Als Faustregel gilt, dass das Anschreiben nach Möglichkeit nicht mehr als drei Absätze lang sein sollte. Versetzen Sie sich einfach in die Lage dessen, der Ihre Bewerbung lesen wird und der die schwierige Aufgabe hat, aus vielen Bewerbungen die "richtigen" herauszufinden...

Ganz wichtig sind auch Angaben über Ihren frühestmöglichen Antritt bei uns (bzw. Ihre Kündigungsfristen beim derzeitigen Arbeitgeber) und das Jahresgehalt, das Sie bei uns beziehen möchten.

Tätigkeitsnachweis

Auch der Tätigkeitsnachweis, der den vor Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) gängigen Lebenslauf ersetzt, sollte nach Möglichkeit nicht allzu lang sein. Das heißt, dass alle Stationen Ihres beruflichen Werdegangs von der Schulausbildung bis zur Gegenwart nur in Stichworten aufgelistet sein sollten. Die dazugehörigen Zeitangaben werden möglichst monatsgenau links davon abgesetzt angegeben. Näheres hierzu können wir schließlich den beigefügten Zeugnissen entnehmen. Angaben zu Ihrem Geburtstag, Ihrem Geburtsort und Ihrer Religionszugehörigkeit müssen Sie hingegen nicht machen.

Wichtig ist aber, dass der Tätigkeitsnachweis lückenlos ist. Er soll daher in jedem Fall auch Angaben über alle nicht durch Zeugnisse und dergleichen dokumentierbare Zeitabschnitte (Auslandsaufenthalte, Arbeitslosigkeit, Elternzeit, Selbstständigkeit u.a.) enthalten. Wenn Sie über Fremdsprachenkenntnisse oder sonstige Fertigkeiten (z.B. PC-Kenntnisse) verfügen, sollten Sie das abschließend auch erwähnen. Achten Sie jedoch darauf, dass es gefährlich sein kann, Sprachkenntnisse vorzugeben, die gar nicht vorhanden sind, denn dies kann bereits im Vorstellungsgespräch jederzeit geprüft werden!

Kurze Angaben über Hobbies, Freizeitaktivitäten und ehrenamtliche Tätigkeiten sind nicht zwingend, könnten aber geeignet sein, das Bild, das wir uns von Ihnen machen sollen, in Ihrem Sinne abzurunden. Nicht vergessen sollten Sie aber, dass der Tätigkeitsnachweis mit einem Datum abgeschlossen wird, das mit dem des Anschreibens übereinstimmt.

Photo

Ein Photo müssen Sie uns nicht schicken, zumal dies seit Inkrafttreten des AGG auch nicht mehr gefordert werden darf. Gleichwohl ist es nicht verboten, ein Photo beizufügen.

 

Zeugnisse

Die Zeugnisse sind in chronologischer Reihenfolge nach dem Tätigkeitsnachweis einzuordnen. Das heißt, im Regelfall kommt als erstes ein End- bzw. Zwischenzeugnis des letzten bzw. aktuellen Arbeitgebers und als letztes das Abschlusszeugnis der Schule. Ebenso selbstverständlich sollte sein, dass von den Schulzeugnissen nur das letzte und von den Zeugnissen über absolvierte Weiterbildungsmaßnahmen nur die vorgelegt werden, die noch aktuell sind und einen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle haben (also keine Bestätigungen über EDV-Kurse aus den 1990er Jahren!). Von den wesentlichen Zeugnissen – das sind in erster Linie die Zeugnisse über die erreichten Bildungsabschlüsse und sämtliche Arbeitszeugnisse – darf jedoch keines fehlen, da sonst nahezu regelmäßig der Eindruck entsteht, dass Sie etwas zu verbergen haben – und das kann Ihre Bewerbung im Zweifelsfall in Misskredit bringen. Scheuen Sie sich also nicht, auch nicht so gute Zeugnisse oder Zeugnisse aus anderen Zeiten, anderen Ländern und anderen Gesellschaftssystemen vorzulegen, denn dies zeigt uns, dass Sie zu Ihrem Leben stehen und spricht für Ihre Ehrlichkeit uns gegenüber. Und wenn denn aus irgendwelchen Gründen ein Zeugnis tatsächlich nicht mehr vorhanden sein sollte, so vermerken Sie dies auf einem Beiblatt, das Sie gleich hinter den Tätigkeitsnachweis einordnen.

Form der Bewerbung

Wenn Sie sich „klassisch“ bewerben wollen, uns also eine Bewerbung in Papier zukommen lassen wollen, führen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen am zweckmäßigsten in einem ansprechenden Schnellhefter mit Klarsichtdeckel im DIN-A4-Format zusammen. Hierbei sind folgende Punkte zu beachten:

  • Das Anschreiben – nicht länger als eine Seite und mit Datum und Ihrer Unterschrift versehen – wird nicht mit eingeheftet, soll sich aber in jedem Fall in der Bewerbungsmappe befinden und nicht lose ins Kuvert gesteckt werden, da es auf diese Weise – gerade wenn viele Bewerbungen eingehen – beim Auspacken gerne im Umschlag hängen bleiben und damit verloren gehen kann.
  • Wenn Sie ein Photo beifügen wollen, sollten Sie es idealerweise – wie bisher beim Lebenslauf üblich – in den Tätigkeitsnachweis mit einbauen, d.h., entweder einkleben oder, wenn es ein digitales Bild ist, dort mit eindrucken. Auf keinen Fall sollte es auf dem Anschreiben fest gemacht sein, weil dieses in jedem Fall bei uns bleibt und dann nicht sichergestellt ist, dass Sie im Fall einer Absage das Bild wiederbekommen. Nicht gern gesehen sind auch Bilder, die mit einer Büroklammer an eines der Schriftstücke oder gar außen an die Mappe geheftet werden.
  • Was die Zeugnisse betrifft, sollte es selbstverständlich sein, dass keine Originale, sondern nur Kopien beigefügt werden.
  • Ganz grundsätzlich gilt, dass die Bewerbung sauber und ordentlich sein muss, denn die äußere Form ist das erste, was den Empfänger beeindruckt. Wir müssen „Lust“ bekommen, uns die Bewerbung genauer anzuschauen – und das hält sich bei fliegenden, zusammengefalteten oder eingerissenen Blättern, abgegriffenen oder gar beschädigten Mappen, Eselsohren, Flecken aller Art, gravierenden Form- oder Rechtschreibfehlern, kleinen oder schwer lesbaren Schriftarten (oder gar Handschrift), unleserlichen Kopien und dergleichen in Grenzen. Bedenken Sie auch, dass Papier Gerüche aller Art annimmt, vom Zigarettenrauch bis zum Geruch von Erbrochenem (hatten wir alles schon!) und das die Chancen einer Bewerbung nicht unbedingt erhöht.

Mit einer E-Mail-Bewerbung, wie sie heute die Regel ist, können Sie die meisten der oben genannten Formfehler natürlich vermeiden, dafür gibt es hier andere Dinge, die Sie beachten sollten, damit die Bewerbung bei uns „ankommt“:

  • Schreiben Sie in den Betreff neben das unerlässliche Wort „Bewerbung“ schlagwortartig die Bezeichnung der Stelle, auf die Sie sich bewerben, oder ein entsprechendes Stichwort dazu. Damit vermeiden Sie, dass Ihre Bewerbung im Posteingang untergeht oder gar zusammen mit den leider alle Tage in großer Vielzahl eintreffenden unerwünschten Mails (Spam) gelöscht wird.
  • Das Mail selbst ist Ihr Anschreiben an uns, alles andere (Tätigkeitsnachweis, Zeugnisse, etc.) kommt in die Anlage. Schreiben Sie also das, was Sie bei einer herkömmlichen Bewerbung in das Anschreiben setzen würden, direkt in den Text-Bereich Ihres Mails – einschließlich Ihrer vollständigen Anschrift. Dies erleichtert uns die Registrierung Ihrer Bewerbung.
  • Den Tätigkeitsnachweis, die Zeugnisse und alles andere, was Sie uns mit Ihrer Bewerbung zukommen lassen wollen, packen Sie bitte nach Möglichkeit in eine pdf-Datei und setzen diese in den Anhang Ihres Mails. Wenn man nur eine Datei öffnen muss, in der man dann bequem rauf und runter scrollen kann, um sich Ihre Bewerbungsunterlagen komplett ansehen zu können, ist das für uns nämlich wesentlich einfacher, als wenn man hierzu der Reihe nach eine Vielzahl von einzelnen Dateien in oftmals auch noch unterschiedlichen Formaten oder gar zuerst noch eine zip-Datei öffnen muss - was bei einer großen Zahl von Bewerbungen wirklich lästig werden kann.
  • Natürlich gilt auch für die E-Mail-Bewerbung, dass Sie ansprechend gestaltet sein sollte. Das gilt hier insbesondere für Rechtschreibung und Grammatik. Hierauf sollten vor allem diejenigen achten, die es gewohnt sind, in Internetforen, sozialen Netzwerken u.ä. Texte zu produzieren, bei denen Groß- und Kleinschreibung und Zeichensetzung ebenso wenig eine Rolle spielen wie die Frage, ob ein Wort richtig geschrieben ist oder die korrekte Konjugationsform gewählt wurde.

Um die Fehler, die bei der klassischen Papierbewerbung oder der E-Mail-Bewerbung nun mal auftreten können, zu vermeiden, können Sie sich aber auch über eine Eingabemaske online bewerben.